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10.05.2023

Bundesweite Lehrerfortbildung in Weimar: Klimawandel rückt in den Fokus der Schulbildung

Vom 3. bis 5. Mai 2023 fand in der malerischen Stadt Weimar unsere bundesweite Lehrerfortbildung zum Thema Klimawandel in der Schule statt. Initiert und organisiert von unserem Bildungsprogramm "Der Klimawandel: verstehen und handeln" versammelten sich rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern in den historischen Räumlichkeiten der alten Notenbank. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung und Wirkung Hoch 100 umgesetzt.

Für unsere bundesweite Lehrerfortbildung in Weimar versammelten sich hochkarätige Fachleute aus der Didaktik, Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen aus ganz Deutschland, um über die aktuelle Forschung und die Integration der Themen in den Unterricht zu diskutieren.

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Die Veranstaltung begann mit einem Treffen renommierter Didaktikerinnen und Didaktiker sowie Lehrkräften und Stiftungsvertreterinnen und -vertretern aus dem ganzen Land. In dieser Runde wurden das aktuell verfügbare Unterrichtsmaterial und Wege zur festen Verankerung der Thematik des Klimawandels in den Schulen und in der Lehrerausbildung erörtert.

Am Abend wurden alle Teilnehmenden von den Projektleitern Prof. Dr. Harald Lesch und Dr. Cecilia Scorza herzlich begrüßt. Für organisatorische Fragen standen die Projektmanagerin Dr. Sabine Graf sowie der studentische Klimabotschafter Philipp Schmidbauer zur Verfügung. Eine besondere Freude war es dem Projektteam Dr. Stefan Jorda, Geschäftsführer der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, zu begrüßen denn dank seiner Stiftung konnte diese Lehrerfortbildung in diesem Umfang stattfinden.

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Die Lehrerfortbildung umfasste eine Vielzahl von Workshops, Diskussionsrunden und Präsentationen zu verschiedenen Aspekten des Klimawandels. Themen wie erneuerbare Energien, Ursachen und Folgen des Klimawandels, lokale Auswirkungen des Klimawandels sowie individuelle und schulische Handlungsmöglichkeiten standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Prof. Dr. Harald Lesch erklärte mitreißend im Hilfe der Inhalte des Buches Erneuerbare Energien: verstehen und mitreden, was wir für eine Energiewende benötigen. Dies wurde komplementiert von einem praxisnahen Workshop von den Lehrkräften Thomas Bauer und Moni Saak. Diese haben gemeinsam mit ihren Teams aus ehrenamtlichen Lehrkräften Arbeitsblätter für den Unterricht entwickelt. So ist es möglich innerhalb des Lehrplans die Erneuerbaren Energien in den Schulunterricht zu integrieren.

Dr. Axel Kleidon informierte die Teilnehmenden über die aktuelle Forschung zum Kraftwerk Erde und wie sich die verschiedensten Technologien auf die Erde auswirken.

Prof. Dr. Stefan Heusler zeigte auf was nichtlineare Physik ist und was dies mit Kipppunkten zu tun hat.

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Um zu verstehen was die Ursachen und Folgen des Klimawandels sind, konnten die Teilnehmer im Anschluss den LMU-Klimakoffer Workshop von den Lehrkräften Moritz Strähle und Thomas Bauer besuchen und durch Experimentieren lernen. Hier erhielten die Teilnehmenden auch wertvolle Tipps wie man den LMU-Klimakoffer in den Unterricht integrieren kann.

Das der Klimawandel vor unserer Haustür stattfindet und wie man dies in einem Oberstufen Seminar erforschen kann, konnten unsere Teilnehmer im Workshop von Prof. Dr. Ulrike Ohl, Johannes Schulz und Sebastian Brumann von der Universität Augsburg erfahren.

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Nachdem die Teilnehmenden nun so viel über den Klimawandel und die nötige Zukunftsgestaltung wissen, lernten Sie von Dr. Clara Kühner die psychologischen Ursachen, warum wir in der Klimakrise nicht handeln. Gefolgt von einem Vortrag aus der Schulpraxis von Dr. Felix Peter, wie wir im individuellen und im schulischen Kontext ins Handeln kommen können.

Die Teilnehmenden wurden anschließend in Gruppen ermutigt, ihre eigene Unterrichtspraxis zu reflektieren und neue Wege zu finden, um das Thema Klimawandel in den Lehrplan zu integrieren.

Der Klimawandel ist zweifellos eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit und die Bildung spielt eine entscheidende Rolle bei der Sensibilisierung der kommenden Generationen. Die teilnehmenden Lehrkräfte erkannten die Notwendigkeit, ihre Schülerinnen und Schüler mit fundierten Informationen und einem Bewusstsein für die Herausforderungen des Klimawandels auszustatten. Die Fortbildung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, Unterrichtsmaterialien und pädagogische Ansätze kennenzulernen, um das Thema auf spannende und ansprechende Weise zu vermitteln.

Die vielfältige Teilnehmerschaft schuf eine wichtige Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Dieses entstandene Netzwerk wird zukünftig durch regelmäßige Online-Treffen und eine jährliche Präsenzfortbildung ergänzt. Um stets aktuelle Informationen zu erhalten, können sich Interessierte für den Newsletter anmelden, über den Einladungen versendet werden.